Auszug aus dem Studienplan für das Diplomstudium Physik der Universität Wien (Qualifikationsprofil)

„Durch eine gründliche wissenschaftliche Ausbildung im Fach Physik sind die Absolventinnen und Absolventen vertraut mit den Methoden physikalischen Experimentierens und der theoretisch-modellmäßigen Beschreibung physikalischer Zusammenhänge, sowie mit deren Umsetzung in praktischen Anwendungen. Darüber hinaus sind sie geübt im Umgang mit modernen Informationstechnologien und mit dem mathematischen Rüstzeug der Physik.

Die Erziehung zu kritischem Denken hilft, voreilige Schlüsse zu vermeiden und quantitativ zu argumentieren. Die spezifisch physikalische Denkweise ermöglicht ihnen, ihre Kenntnisse und Fähigkeiten auch über das engere Fachgebiet hinaus einzusetzen. Durch breites und fächerübergreifendes Wissen können sie sich auch in unvorhergesehenen Situationen bewähren und in einer großen Gruppe von Berufen, insbesondere als Industriephysiker(in), Medizinphysiker(in), einschlägige(r) Sachbearbeiter(in) im Bundesdienst, Landesdienst oder Gemeinden, Wirtschaftsjournalist(in), Softwareentwickler(in) und in allen Berufen, die Gewandtheit im Umgang mit logischen Strukturen erfordern, innovativ tätig werden. Die Absolventinnen und Absolventen sind in der Lage, auch Nichtphysikern die Bedeutung und Wichtigkeit der Physik klar zu machen und Wissenschafts- und Technikfeindlichkeit entgegenzuwirken. Das Physikstudium an der Universität Wien gibt Gelegenheit zu ständigem Kontakt mit allen naturwissenschaftlichen, medizinischen, sowie geistes- und kulturwissenschaftlichen Disziplinen, wodurch bei den Absolventinnen und Absolventen Voraussetzungen für interdisziplinäres Denken und fachübergreifende Zusammenarbeit geschaffen werden. Die erfolgreiche Auseinandersetzung mit der rasanten Entwicklung der Physik während des Studiums lässt erwarten, dass sich die Absolventinnen und Absolventen der Notwendigkeit der Weiterbildung während ihrer Berufsausübung bewusst werden. Da Englisch die Berufssprache der Physiker ist, werden die Absolventen auch von ihren guten Englischkenntnissen profitieren.“