Bildungszentrum Kenyongasse
Schwestern vom göttlichen Erlöser

03.03.2015

Klassengemeinschaft und interreligiöser Austausch

An den diesjährigen Projekttagen war die 2B zwei Tage im Don-Bosco-Haus und hat dort Erfahrungen gemacht zum Thema "Klassengemeinschaft". Der dritte Tag stand ganz im Zeichen eines interreligiösen Austausches zwischen Islam und Christentum.

Am ersten Tag haben wir viel erlebt. Wir haben im Don-Bosco-Haus viele Spiele gespielt. Als erstes sind wir in die Kapelle gegangen und haben uns dort kennen gelernt. Danach haben wir z.B. eine Schneeballschlacht ohne Schnee gemacht. Auf dem Rückweg hatten wir in der U-Bahn eine Notbremsung, aber es ist nichts passiert.

Am zweiten Tag waren wir auch im Don-Bosco-Haus. Vormittags haben wir das Spiel "Pinguin" gespielt und uns in der Pause für den Fasching verkleidet. Im Keller haben wir Torte, Kuchen, Muffins und Chips gegessen. Danach haben wir im Don-Bosco-Saal das Spiel "Ei, Huhn, Affe, Dino, Mensch" gespielt. Das Spiel ging so: Am Anfang war jeder ein Ei. Dann gingen zwei der selben Art zusammen und spielte Schere, Stein, Papier. Der Gewinner stieg eine Stufe auf und der Verlierer wurde wieder zum Ei. Das Spiel ging so lange, bis alle Kinder - außer vier - Menschen wurden.

Am Anfang des dritten Tages sind wir mit Frau Prof. Graf, Frau Prof. Weissenbacher und Frau Prof. Dursun (der islamischen Religionslehrerin) in eine Moschee im 15. Bezirk gegangen. Dort angekommen mussten wir unsere Schuhe ausziehen. Danach sind wir in den Teil der Moschee gegangen, in dem nur Männer beten. Viele schauten sich alles ganz gut an, weil es ganz anders aussieht als in einer Kirche. In der Moschee gab es keine Bilder sondern nur Schriften, weil man sich als Muslim kein Vorbild machen soll.


Dann haben wir uns in einen Kreis gesetzt und Fragen an Frau Prof. Dursun gestellt, zB.:

2B: Wieso tragen nicht alle Kopftücher?
Frau Prof: Es kommt darauf an, wie gläubig man ist, wie man den Text des Korans interpretiert.

2B: Wieso darf man kein Schweinefleisch essen?
Frau Prof: Man kann auch auf etwas verzichten im Leben.


Danach haben wir uns oben auch den Gebetsraum der Frauen angeschaut. Dieser war genauso schön wie der Männer-Gebetsraum. Dann haben wir uns den Gebets-Waschraum angeschaut.

Nach der Moschee war unsere Klasse im Dominikanerkloster. Dort haben wir Frater Martin getroffen. Wir sind durch die Kirche und den Kreuzgang in einen Raum zum Essen gegangen, dort haben wir dem Mönch Fragen gestellt. z.B.:

2B: Haben Sie Urlaub?
fr. Martin: Ja, vier Wochen.
2B: Haben Sie W-lan?
fr. Martin: Ja.

2B: Dürfen Sie Kinder bekommen?
fr. Martin: Nein.

2B: Wird das Beten nicht langweilig?
fr. Martin: Nein.

Dann hat uns Frater Martin im Kloster herumgeführt. Er hat uns den Innenhof mit Goldfischen gezeigt und Räume wie den Altarraum und den Essensraum. Zu guter Letzt haben wir sogar die Gruft erkundet. Dort ist das Grab der Kaiserin Claudia und ihrer Mutter und auch Gräber von vielen anderen. Der letzte verstorbene Mönch war sogar über 100 Jahre alt.

Diese Projekttage waren sehr schön!

(Texte von Esther, Jana, Jenny, Natascha, Nina, Claudette, Anna, Melisa, Kathi, Anran, Patrycja, Andreas, Niklas, Thomas, Stefan)