Bildungszentrum Kenyongasse
Schwestern vom göttlichen Erlöser

27.06.2015

Ökumene hautnah erleben

Feiern wir eigentlich auch den Reformationstag? Was wird zu Fronleichnam durch die Straßen getragen? Ist Mariä Entschlafung dasselbe wie Mariä Himmelfahrt?

Diesen und anderen Fragen konnte die Klasse 2D am 1. und 8.6.15 in einer gemeinsamen Religionsstunde auf den Grund gehen. So erfuhren die SchülerInnen an drei Stationen Wissenswertes über einige ausgewählte Feiertage, die nur römisch-katholische, orthodoxe oder evangelische ChristInnen feiern - und das von gleich drei ReligionslehrerInnen, die jeweils ihre eigene Konfession präsentierten.

An der Station zum orthodoxen Glauben lernten die SchülerInnen die jeweiligen Ikonen zu den orthodoxen Feiertagen kennen und erfuhren, dass Mariä Entschlafung ein anderes Wort für Mariä Himmelfahrt ist. Interessant war sicherlich auch die Erkenntnis, dass nicht alle orthodoxen Kirchen denselben Kalender verwenden und somit dieselben Feste zu unterschiedlichen Zeiten gefeiert werden.

Die Station zu den römisch-katholischen Feiertagen bot interessante Informationen zu Fronleichnam, Mariä Himmelfahrt und Allerheiligen. Hier wurde dann allen klar, dass bei der Fronleichnamsprozession in Monstranzen Hostien herumgetragen werden.

An der Station zu den evangelischen Feiertagen erfuhren die SchülerInnen Interessantes über den Reformationstag, der an die Geburtsstunde der evangelischen Kirche erinnert und bei dem Martin Luther eine ganz wichtige Rolle spielt.

Neben den Unterschieden waren die Gemeinsamkeiten von großer Bedeutung und auf besondere Weise spürbar. So beteten alle gemeinsam das Vaterunser, das die gesamte Christenheit eint. Sicherlich sehr aufschlussreich war zudem das gemeinsame Lesen der Pfingstgeschichte, allerdings in drei verschiedenen Bibelübersetzungen, die die SchülerInnen alle in ihrem eigenen Religionsunterricht verwenden.

Diese gemeinsamen Unterrichtsstunden hat allen Beteiligten sehr viel Spaß gemacht und sie sind sich einig, dass ein gemeinsamer Religionsunterricht öfter stattfinden könnte.

(Prof. Dr. Julia Spichal)