Bildungszentrum Kenyongasse
Schwestern vom göttlichen Erlöser

29.01.2016

Besuch im Naturhistorischen Museum

Am 18.10.2015 besuchten die 5. Klassen die soeben neu eröffnete prähistorische Abteilung des Naturhistorischen Museums.

Dort teilen sich die beiden wohl ältesten und berühmtesten Österreicherinnen einen Schauraum: "Venus von Willendorf" (ca. 29.500 Jahre alt) und "Fanny von Stratzing" (ca. 36.000 Jahre alt). Sie waren auch Vorbilder für die Skulpturen, die die SchülerInnen selbst aus Ton geschnitzt haben.
In der Eingangshalle begegnete uns eine weitere besondere Dame: Die "Balloon Venus" des Künstlers Jeff Koons ist von den rundlichen Formen der kleinen Steinzeit-Figurinen inspiriert.


Erinnerungen einer Schülerin (Nadine, 5b)

Vor ein paar Wochen besuchte ich mit meiner Klasse das Naturhistorische Museum. Es war für unseren Zeichenunterricht, da wir das Thema "Die Kunst in der Steinzeit" behandelten und Informationen sammeln wollten. Ich muss sagen, dass ich von der Idee anfangs sehr angetan war, da ich - und schätze ich auch mehrere aus meiner Klasse - eine Vorliebe für Museen habe. Es ist wie eine eigene kleine Welt, die man auf sich alleine gestellt erkunden kann und seiner Fantasie freien Lauf lassen kann. Ja, genau so sind Museen: Eintauchen in eine andere Welt. Jeder betrachtet die Ausstellung auf eigene Art und Weise und lässt sie unterschiedlich auf sich wirken. So etwas mag ich.
Als wir ankamen, bekamen wir zu meiner Enttäuschung, einen Bogen in die Hand, der gefüllt mit Fragen war. Unsere Zeichenprofessorinnen teilten uns mit, wir sollten möglichst viele der Fragen zum Thema Steinzeit und Co beantwortet haben, indem wir uns die ausgestellten Sachen ansähen und läsen, was geschrieben sei. Die drei am besten ausgefüllten Bögen, aus jeweils beiden Zeichengruppen sollten eine kleine Belohnung erhalten. Da ich, wie schon eben erwähnt, finde, man sollte einen Aufenthalt im Museum genießen und ihm nicht, durch eine Art Wettbewerb, den Zauber der Ausstellung nehmen, war ich nicht sehr begeistert. Trotz all dem entpuppte es sich als doch ganz nützlich, da ich mir so alles genau durchlas und mir mehrere Informationen bis jetzt noch gemerkt habe. Zum Beispiel gab es schon in der Steinzeit Farben die aus all möglichen Stoffen hergestellt wurden. Obwohl ich persönlich kein Fan von bunten Farben bin, fand ich es jedoch faszinierend zu erfahren, dass die Menschen damals ohne jegliche elektronische Hilfsmittel etwas von so großer Bedeutung für die Gesellschaft herstellen konnten, mit alleiniger Hilfe der Natur. Farben liefern Eindrücke, sind Ausdrucksmittel, erzählen Geschichten, wecken Gefühle und Stimmungen.
Im Großen und Ganzen hat mir und auch dem Rest der Klasse der Aufenthalt ziemlich Spaß gemacht. Am besten fand ich den Besuch im Planetarium, wo uns die ganze Erdgeschichte vor Augen geführt wurde. Als die Vorführung zu Ende war, war ich nicht die einzige, die das Planetarium gar nicht mehr verlassen wollte. Ich muss sagen, das war einer der wenigen Ausflüge, die ich persönlich als lehrreich empfunden habe! Unsere Zeichenprofessorinnen haben es geschafft uns die Kunst der Steinzeit näherzubringen.
Übrigens... ich gehörte letztendlich zu einer der drei Besten beim Ausfüllen der Bögen. ;)



(Text: M. Götsch; Fotos: M. Götsch, S. Mallinger)