Bildungszentrum Kenyongasse
Schwestern vom göttlichen Erlöser

29.01.2016

Planspiel Globalisierung in der Arbeiterkammer

Am 19.1.2016 durfte die 7A an einem Workshop zum Thema Globalisierung in der Arbeiterkammer teilnehmen.

Am Anfang haben wir grundsätzliche Dinge wie z.B.: Was ist die Arbeiterkammer? Wofür ist sie zuständig?", geklärt. Danach haben wir ein Wirtschaftsplanspiel gespielt, wobei es sich um folgenden Fall handelte:

Wir leben in einem kleinen Ort in Österreich namens Sonnendorf. In dieser Stadt gibt es alles, was man so zum Leben braucht, und zusätzlich gibt es reichlich Arbeitsplätze. Der Großteil der Bevölkerung arbeitet in der ortsansässigen "TURBO AG", dem wichtigsten und größten Arbeitgeber in der Region. Doch die Presse hat nun herausgefunden, dass die "TURBO AG" aus Sonnendorf abwandern will und stattdessen die Produktion nach Indien oder China verlegen will, da dort die Produktionskosten in den Ländern um ein Vielfaches billiger als in Österreich sind.

Durch diese mögliche Abwanderung kommen natürlich einige Problematiken ans Tageslicht:

  • Die Arbeitslosigkeit würde um fast 17% ansteigen.
  • Durch das geringere Einkommen (verursacht durch die Arbeitslosigkeit) könnten die Menschen nur das Notwendigste kaufen, was bedeutet, dass die Kaufkraft in Sonnendorf sinken würde.
  • Es würden nacheinander das Kino, die Kleidungsgeschäfte, das Sportgeschäft, die kleine Bäckerei, das Schwimmbad oder das Eisgeschäft schließen.
  • Dass alles würde im schlimmsten Fall zur Abwanderung der Bevölkerung von Sonnendorf führen.

Unsere Aufgabe war es, die "TURBO AG" davon zu überzeugen, in Sonnendorf zu bleiben. Wir waren in die Gruppen Presse, Betriebsrat, Bank und Gemeinderat eingeteilt und hatten daher verschiedenste Interessen. In Sitzungen konnten wir daher unsere persönlichen Interessen und Lösungsvorschläge aushandeln und diskutieren.

Am Ende erreichten wir laut unseren Betreuern ein sehr kreatives Ergebnis. Die "Turbo AG hat sich in "TURBO AG" und "TURBO AG²" aufgespalten und somit blieb die "Turbo AG²" in Sonnendorf und die "TURBO AG" ging nach Indien. Wir konnten uns darauf einigen, dass die Löhne nur kurzfristig ein wenig gesenkt werden und die Arbeiter durch den Sozialplan, der von der "TURBO AG" bezahlt wird, kaum Schaden erleiden.

Wir sind zudem auch zum Entschluss gekommen, dass die "TURBO AG" ohne die Hilfe der Bank, die der "TURBO AG" 30% der Aktien abgekauft hat, höchstwahrscheinlich in Konkurs gegangen wäre.

Es war ein sehr spannendes Erlebnis, da wir alle voll und ganz bei der Sache waren und es zu sehr interessanten Ergebnissen gekommen ist.

(Text: Sophie Beer 7A)