Bildungszentrum Kenyongasse
Schwestern vom göttlichen Erlöser

18.10.2016

¡Hola en Valencia! – Sprachreise in die Heimat der Paella

Monate der Vorfreude gipfelten in diesem besonderen Moment, als sich am Montag den 29. September um 17:20 Uhr der Airbus 320 der Niki-Airline über die Straßen Wiens erhob. Ein wahrlich majestätischer Start unserer Sprachreise nach Valencia, Spanien!

Der Überschwang, der uns am Flughafen unverkennbar als Sprachschüler gekennzeichnet hatte, hatte an den drei Stunden am Gate gelitten, und so saßen wir mehr oder weniger in typischer "Schüler"-Müdigkeit nebeneinander, weissagend und schildernd, was uns der heutige Tag noch bringen könnte. Angekommen transferierte uns ein Bus an den "Plaza Manuel Sanchis Guarner", wo uns unsere Gastfamilien entgegennahmen.

"Zuhause" wartete schon ein typisch spanisches Abendessen. Am nächsten Morgen hieß es, um 9:00 Uhr vor der Schule anzutanzen. Die Begrüßung fiel jedoch aus und so begann der Unterricht wie immer von nun an um 9:30 Uhr. Diese halbe Stunde verflog aber sehr schnell, denn es gab ja von den Gastfamilien zu berichten. Schon vor der Reise waren wir in zwei Gruppen eingeteilt worden. Es gab die der 7a und die der 7bc. Die 7a-Gruppe hatte in den ersten zwei Stunden Sara als Spanischlehrerin und danach Laura, wir genau umgekehrt.

Um 14:00 war dann jeweils Schluss mit Üben. Höchste Zeit für die Praktik! Einige hatten sich nämlich vorgenommen, absolut ausnahmslos Spanisch zu sprechen, selbst bei Missverständnissen (untereinander nicht, versteht sich natürlich :-). Zu Mittag gingen wir etwas essen. Zumeist war dies das Kettenrestaurant Taco Bell. Viele lustige Ereignisse trugen sich hier zu. So bekam ein Mitschüler beispielsweise in allgemeiner Stoßzeithektik den Namen "Pollo" (deut.: "Hühnchen") verliehen. Dabei wollte dieser lediglich seinen Taco mit Hühnerfleisch.

Die Nachmittage waren geprägt von einem abwechslungsreichen Programm. Wir spazierten durch den historischen Teil der Stadt, suchten bei Wind und Wetter den Strand auf, besuchten bei 32° und wolkenlosem Himmel das "Museo Fallero" - die Ironie ist uns durchaus bewusst - und erhielten eine Führung durch die Kathedrale, die mit dem Erklimmen des 207 Stufen hohen Turmes endete. Von dort oben eröffnete sich uns ein Blick über die ganze Stadt und auf unser Wochenende:

Am Samstag fuhren wir in die "Ciudad de las Artes y las Ciencias" (deut.: "Stadt der Künste und Wissenschaften"). Dieser Stadtteil beinhaltete die spektakulärsten Bauwerke von Valencia: eine Oper, ein IMAX-Kino, ein Wissenschaftsmuseum und das Aquarium. Wir sahen Schmetterlinge über die Leinwand flattern und bestaunten das Wissenschaftsmuseum, das nebenbei einen Physikschwerpunkt hatte. Dieses war frei nach dem Motto "Probieren und Begreifen" gestaltet. Nach diesem Programm begaben wir uns gemeinsam bei Kaiserwetter an den Strand. Am Abend durften wir feststellen, dass sich in unserem Zimmer über die Woche reichlich Sand angehäuft hatte. Wir beklagten uns darüber, dass nur ein wenig Sand gefehlt hätte, um eine Sandburg auf der Kommode zu bauen und stürzten uns voller Vorfreude auf den morgigen Tag in unsere Betten. Dieser durfte nämlich das Highlight einer bis dato tollen Woche markieren. Während die meisten das Aquarium besuchten, das immerhin das größte Europas ist, konnten einige von uns erleben, was Fußball bedeutet. Auf eigene Faust und mit Einverständniserklärung der Eltern konnten wir beim Fußballmatch des Valencia CF gegen Atlético Madrid in Mitten von 50.000 johlender Fans den ganz großen Stars auf die Füße schauen. Das Stadion glich einer Festung. Natürlich konnten wir uns danach auch das einzigartige Aquarium anschauen.

Am letzten Tag aßen wir gemeinsam eine Paella, ehe wir dann langsam uns daran machten wieder an den Flughafen zu kommen. Was wir am meisten vermissten? Das Wiener Trinkwasser!

Wir hatten viel Spaß und werden uns wahrscheinlich ein Leben lang an unsere abendlichen Ausflüge zum Fußballschauen erinnern.

(David Müllner 7B)