Bildungszentrum Kenyongasse
Schwestern vom göttlichen Erlöser

04.04.2017

Bericht über die Teilnahme am Unoprojekt

Die Erfahrung die man beim Modell-UN macht, kann man schlicht und einfach als einzigartig bezeichnen.

Es gibt Schüler/innen die Möglichkeit, sich mit heiklen Themen auseinander zu setzen und sich selbst (und andere Schüler/innen desselben Komitees) herauszufordern. Das aber ist nur dann der Fall, wenn man sich auch gut vorbereitet. Damit meine ich jedoch nicht nur das Sammeln an Daten, sondern auch das Verstehen der Position des Landes.

Man muss bei dieser Simulation nicht nur gut informiert sein, sondern auch gut schauspielern können. Wenn jede/r Delegierte/r in einem Komitee ausreichend vorbereitet ist und die Position des Landes richtig vertritt, dann kann das für eine abwechslungsreiche Atmosphäre sorgen.

Beispielsweise wurde in meinem Komitee "Wem gehört der Nordpol" oft mit Russland gestritten/diskutiert, da der Delegierte von Russland seine Rolle gut gespielt hat. Am ersten Tag haben wir großteils darüber debattiert, wie wir die Grenzen einteilen sollten, wenn das Eis am Nordpol geschmolzen ist, nur um später informiert zu werden, dass dies eigentlich nicht die Aufgabe der UNO ist, sondern von den Anrainerstaaten untereinander geklärt werden muss.

Wir haben uns später darauf geeinigt, dass wir die kleineren Probleme klären, wie zum Beispiel wo Naturschutzgebiete sein sollten. Dies hat den Prozess um vieles vereinfacht und beschleunigt.

Andere Komitees wiederum beschäftigten sich mit Nahostkonflikt, den Konflikten im südchinesischen Meer oder der Flüchtlingsthematik. Es wurde viel gestritten und am letzten Tag passierte es schon, dass die viele sehr müde waren und auf Kompromisse eingingen.

Nichtsdestotrotz war es eine tolle Erfahrung und gab einen guten Einblick, wie es in der UNO zu geht. Wenn es mir die Zeit im nächsten Schuljahr erlaubt, würde ich liebend gern wieder teilnehmen.

(Text: Beatrice Hurbean, Fotos: MMag. Schnitzer)