TEMPERAMALEREI - ÖLMALEREI

     

Ein Projekt der 8 C

fächerübergreifend: BE – Ch

 

A. Temperafarben

wurden in der Gotik und in der Renaissance für Tafelbilder, meist auf Holz verwendet. Sie mussten in mehreren Schichten aufgetragen werden, Übergänge wurden schraffiert, da die Farbe schnell trocknet

• Zu unterscheiden ist zwischen Gummi-, Ei-, Kasein-, Wachstemperamalerei und des Weiteren zwischen der gewöhnlichen Temperamalerei mit stumpfer, gouacheartiger Oberfläche und "gefirnisster" Temperamalerei, die wegen ihrer satten Tiefenlichtwirkung vom Laien leicht mit Ölmalerei zu verwechseln ist. Die Übergänge sind nicht wie in der Ölmalerei weich und kaum merkbar zu vollziehen, sondern nur mithilfe kleiner Striche und Punkte. Gegenüber der Ölmalerei wirkt die Tempera härter.
Seit dem 15. Jh. begann allmählich die Ölmalerei die Temperamalerei zu verdrängen

• Kaseintempera

• Kaseinemulsion: 12 Raumteile Kaseinleim mit 1 Raumteil Dammarfirnis (1:1) und 2 Raumteilen rohem Leinöl vermischt und durchgeschlagen. Nicht zu stark mit Wasser verdünnen.

• Eitempera

• Hühnerei durchschlagen oder schütteln, mit dem gleichen Raumteil Leinöl vermischen und nochmals durchschütteln. Dazu noch ein Raumteil destilliertes Wasser, schütteln, fertig.

 

B. Ölmalerei


wurde vom 15. bis zum 20. Jahrhundert für Gemälde auf Holz und Leinwand verwendet. Seit 50 Jahren wird sie immer mehr von wasserlöslichen Acrylfarben verdrängt. Maltechnik mit Farbpigmenten, die mit pflanzlichen Ölen (wie Lein-, Mohn- oder Nussöl) gebunden werden. Älteren Techniken wie die Enkaustik, die Tempera-, Wasserfarben- oder Freskomalerei ist die Ölmalerei, bei der die einzelnen Farben sowohl stark deckend als auch hauchdünn lasierend aufgetragen werden können, in verschiedenen Aspekten überlegen. Mit Ölfarben lassen sich die Figuren besser modellieren, weichere Übergänge zwischen den einzelnen Farben erreichen, eine naturalistischere Wirkung und nicht zuletzt differenziertere Farb- und Lichtkontraste erzielen (siehe Chiaroscuro). Da Ölfarben nur langsam trocknen, ohne dabei ihr Aussehen zu verändern, und nicht ineinander verlaufen, kann man auch nach Tagen noch Korrekturen am fertigen Bild vornehmen.

• Die für die Ölmalerei gebräuchlichen Farbpigmente (Download: "Pigmente in der Malerei.pdf) müssen nichtlöslich und lichtecht sein und dürfen chemisch nicht reagieren. Als Bindemittel verwendet man meist Leinöl, dem häufig Anteile an Lack oder Harzen zugesetzt werden. Herstellung: Pigmente mit wenig Öl vermengen, mit Spachtel verreiben, mehrfach wiederholen. Fertige Farbe soll in kleinen Häkchen stehen bleiben

Vor dem Bemalen wird der Farbträger aus Holz, Pappe, Karton oder Leinwand zunächst mit einer dünnen Gessoschicht (gesso, italienisch: Gips), einer Verbindung von Gips mit Leim oder Kleister, grundiert. Bei der bis ins 19. Jahrhundert üblichen vielteiligen Bildbeschichtung, die bis zu vierzig Lasuren umfassen konnte, wurde zunächst ein Entwurf mit Bleistift, Kohle oder verdünnter Farbe auf den Grund skizziert, danach größere Flächen sukzessive mit dünner Farbe bemalt. Diese wurden fortwährend präzisiert und mit dickerer Farbe übermalt, der Öl und Lacke zugesetzt wurden. Erst durch die Entwicklung technisch ausgereifter Ölfarben konnte auf das Auftragen der zahlreichen Schichten verzichtet werden.
Nachdem das fertige Bild getrocknet war, wurde es mit einem durchsichtigen, Luft abschließenden Firnis überzogen, um es vor Schmutz zu schützen und die Farben zu vollerer Wirkung zu bringen. Da auch die Firnisschicht nicht vor Alterungsprozessen geschützt war, musste sie nach einer bestimmten Zeit erneuert werden.

• Maltechniken: Die Farbe kann schichtenweise in Lasuren aufgetragen werden – altmeisterliche Technik
Bei Primamalerei wird oft auch pastos gearbeitet

• Der flämische Maler Jan van Eyck soll die Ölmalerei als erster ausgeübt haben. Die Technik wurde durch Antonello da Messina in Italien verbreitet, wo sie in der Renaissancemalerei zur vollen Entfaltung kam. Venezianische Künstler wie Tintoretto vereinfachten die Ölmalerei durch die Verwendung von Leinwand vor allem für Monumentalgemälde. Niederländische Maler wie Rembrandt und Frans Hals sowie der spanische Maler Diego Velázquez experimentierten besonders mit der Technik des Impasto, einem Verfahren, bei dem Farbe so dick aufgetragen wurde, dass eine beinahe plastische, reliefartige Bildoberfläche entstand.
Im 19. Jahrhundert führte die Entwicklung chemischer Pigmente zu neuen und brillanteren Farben (siehe Anilin). Die Erfindung der Farbtube, die es den Künstlern ermöglichte, ihre Ölfarben problemlos zu transportieren, erleichterte auch das Malen im Freien (Impressionisten, Vincent van Gogh). Durch chemische Zusätze, die die Farbe länger frisch hielten, wurde auch die Anwendung des Impasto äußerst populär. Später begannen die Künstler mit neuen Zusatzstoffen, wie Sand, Asche, Gips u. ä., zu experimentieren, die der Ölfarbe beigemischt wurden, um neuartige Effekte zu erzielen.

 

AutoViewer requires JavaScript and the Flash Player. Get Flash here.

 

 

Bildershow in höherer Auflösung