Jüdisches Leben in Wien – Geschichte und Politische Bildung live mit der 4A
Im Rahmen des Unterrichtsfaches Geschichte & Politische Bildung nahm die 4A an einem Workshop mit anschließendem Rundgang zum Thema „Jüdisches Leben in Wien“ teil. Geleitet wurde dieser von Dr. Benjamin Grilj vom Institut für jüdische Geschichte Österreichs. Ziel war es, historische Entwicklungen sichtbar zu machen und gleichzeitig Bezüge zur Gegenwart herzustellen.
Im Mittelpunkt standen Themen wie Antijudaismus und Antisemitismus, jüdisches Leben in Wien, die Entrechtung jüdischer Menschen während des Nationalsozialismus sowie der Holocaust und die Vernichtungsgeschichte. Darüber hinaus wurde auch über aktuelle Formen des Antisemitismus gesprochen.
Bei einem anschließenden Rundgang besuchte die Klasse mehrere historisch bedeutsame Orte in Wien: den Obelisken am Mariahilfer Gürtel mit der umstrittenen Karl-Lueger-Gedenktafel, die Herklotzgasse 21 als ehemaliges Zentrum jüdischen Lebens im 15. Bezirk, den Turnertempel – eine in der Novemberpogromnacht zerstörte Synagoge – sowie das Kindertransport-Denkmal am Westbahnhof.
Besonders eindrucksvoll war es, Geschichte direkt an historischen Orten zu erleben und mit aktuellen gesellschaftlichen Fragen zu verbinden. Im abschließenden Gespräch stand die Frage im Mittelpunkt, wie Antisemitismus heute vorgebeugt werden kann. Gemeinsam haben wir darüber diskutiert, wie wichtig Wissen, Zivilcourage, Respekt und demokratische Werte für ein gelungenes Miteinander sind.
Der Workshop zeigte eindrucksvoll, dass Demokratiebildung dort beginnt, wo Geschichte verstanden, hinterfragt und mit der Gegenwart verbunden wird.
(T/F: Mag.a Suzana Palumbo)
