1. Bildungszentrum Kenyongasse
  2. AHS, Hort,
    BAfEP & Kolleg
  3. AHS
  4. Aktuelles
  5. re:grow, re:mix, re:volt
re:grow, re:mix, re:volt Bildungszentrum Kenyongasse - Mater Salvatoris

re:grow, re:mix, re:volt


Projektabschluss von Cultural Collisions im mumok

Im Schuljahr 2025/26 nahm unsere Schule bereits zum dritten Mal am Kooperationsprojekt Cultural Collisions teil. 66 Schülerinnen und Schüler aus vier Klassen (2b, 3c, 4a und 4b) beschäftigten sich gemeinsam mit den Projektpartnern – der Technischen Universität Wien, der Universität für angewandte Kunst Wien, der Pädagogischen Hochschule Wien, dem Technischen Museum Wien und dem mumok – mit dem Jahresthema Kreislaufwirtschaft.

Den Auftakt bildete der Besuch der Inspirationsausstellung „RE...What? – Kreise denken, Zukunft lenken“ an der Technischen Universität Wien und der Universität für angewandte Kunst Wien (27. Jänner bis 13. Februar 2026). Die Ausstellung bot vielfältige Anregungen und spannende Einblicke in Themen wie Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung und zukunftsorientiertes Denken.

Im Anschluss an die Workshops im Technischen Museum Wien und im mumok wurden die dort gewonnenen Eindrücke im Unterrichtsfach Technik und Design weiter vertieft. Die Schülerinnen und Schüler entwickelten und gestalteten ihre eigenen Gemeinschaftskunstwerke, in denen sie sich kreativ mit den Themen Kreislaufwirtschaft, Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung auseinandersetzten.

Den krönenden Abschluss bildete die Präsentation der entstandenen Gemeinschaftskunstwerke im mumok. Ausgewählte Klassenkuratorinnen haben unsere Werke im Museum vertreten, den Titel und das Ausstellungsdesign mitbestimmt und professionell an der Pressekonferenz bei der Eröffnung teilgenommen. Das Projekt ermöglichte den Schülerinnen und Schülern eindrucksvolle Begegnungen mit Kunst, Wissenschaft und Technik und zeigte einmal mehr, wie bereichernd fächerübergreifendes und kreatives Lernen sein kann. Wir freuen uns, dass unsere Schule bereits zum dritten Mal Teil dieser besonderen Kooperation sein durfte.

Die folgenden Werkbeschreibungen zeigen die Vielfalt der entstandenen Projekte und geben Einblicke in den kreativen Entstehungsprozess.

 

re:mix (2b)

re:mix ist eine interaktive Soundinstallation mit Instrumenten aus scheinbar wertlosen Materialien wie Stoffresten, Karton und Alltagsmüll. Das Projekt verbindet kreatives Bauen, experimentelle Klangforschung und digitale Technologien. Die einzelnen Arbeitsschritte spiegeln sich in den Begriffen re:build, re:code und re:cord wider.

In der Phase re:build entstehen aus weggeworfenen Materialien neue Instrumente wie Geigen, E-Gitarren, Schlagzeug oder auch innovative Klangobjekte.

re:code umfasst die Programmierung der Objekte mithilfe von MakeyMakey-Leiterplatinen sowie die Erschaffung abstrakter Animationen in Scratch.

re:cord ist die Aufzeichnung der entstandenen Klang- und Lichtlandschaften auf Video.

 

re:volt (3cw)

Ausgehend von ihrer Perspektive als Mädchenklasse beschäftigt sich die 3C mit der Rolle von Frauen in der Textilindustrie und im alltäglichen Umgang mit Kleidung. Das textile Protestbanner stellt Fragen, die oft unsichtbar bleiben: Wer näht unsere Kleidung? Wer wäscht unsere Kleidung? Und wie kann die Textilindustrie gerechter und nachhaltiger werden?

Weltweit wird ein Großteil unserer Kleidung von Frauen produziert, häufig unter schlechten Arbeitsbedingungen und für niedrige Löhne. Gleichzeitig sind es meist Frauen, die Kleidung kaufen, pflegen, reparieren und weiterverwenden. Die Arbeit macht sichtbar, wie eng textile Arbeit, Konsum und Verantwortung miteinander verbunden sind.

Dabei knüpft das Banner an die Tradition weiblicher Protestformen an. Textile Techniken wie Nähen, Sticken oder Quilten wurden immer wieder genutzt, um Erfahrungen sichtbar zu machen und politischen Widerstand auszudrücken. Durch die Verwendung gebrauchter Stoffe und textiler Reste verbindet re:volt diese Tradition mit Fragen nach Kreislaufwirtschaft, Wertschätzung und den Menschen hinter unserer Kleidung.

In diesem Sinne re:volt und re:sist!

 

re:grow – blooming from the broken (4aw, 4bw)

re:grow blooming from the broken ist eine raumgreifende Installation, die sich mit Wiederverwertung, Wachstum und dem verborgenen Wert von Materialien auseinandersetzt. Aus einer Holzpalette wächst ein ungewöhnliches Beet aus großformatigen, selbstgebauten Blumen. Verarbeitet wurden ausrangierte Materialien wie alte Schullandkarten, Röntgenbilder, Papier, Fast Fashion, diverse Tonträger, PET-Flaschen sowie andere Verpackungsmaterialien.

 

Die Blumen stehen sinnbildlich für Neues, das aus Weggeworfenem entstehen kann. Materialien, die ursprünglich entsorgt werden sollten, verwandeln sich in Pflanzenobjekte. So macht die Arbeit sichtbar, dass vermeintlicher Müll kreatives Potenzial besitzt und eine wertvolle Ressource sein kann. re:grow - blooming from the broken hinterfragt unseren Umgang mit Konsum und Abfall und lädt dazu ein, genauer hinzusehen: In gebrauchten Dingen wird nicht nur Vergangenes sichtbar, sondern auch zukünftige Möglichkeiten.

 

(Text und Fotos: Mira Horvath, Michaela Landrichter)

Zurück

TGE - gTrägergesellschaft mbH für die Einrichtungen der Schwestern vom Göttlichen Erlöser  (Niederbronner Schwestern) X