Bildungszentrum Kenyongasse
Schwestern vom göttlichen Erlöser
17.01.2018

"Raum-Im-Raum-Architektur" im Dom Museum Wien

Die "Raum-im-Raum-Architekturen" sind zurückgekehrt an jenen Ort, wo einst alles seinen Anfang nahm: Im Dom Museum Wien.

Im letzten Schuljahr trafen sich Schülerinnen und Schüler der 4. Klassen hier bei Tee und Mannerschnitten um sich nach erlebnisreichen (aber eisigkalten) Erkundungen des Stephansdoms, der Dombildhauerei und der Reliquiensammlung zu wärmen und zu stärken. Hier entwickelten sie die ersten Gestaltungsideen für ihre persönlichen kleinen "Heiligtümer" zu entwickeln. Im Textilen und Technischen Werkunterricht gaben die Schülerinnen und Schüler ihren Vorstellungen schließlich Form und Farbe.
Damals waren die Wände des Museums noch kahl und die Vitrinen leer. Nun sind die Kunstwerke im Dom Museum eingezogen und haben ihm Leben eingehaucht.
Am Dienstag 07.11.17 zog auch eine Kunstwerk-Prozession von der Kenyongasse zum Stephansplatz - angeführt von einer kleinen Kirche auf Rädern. Beim Aufbau ihrer eigenen Ausstellung wurden die Schülerinnen und Schüler von der Kuratorin Beatrice Jaschke unterstützt.

Eröffnet wurde die Ausstellung der "Raum-im-Raum-Architekturen" schließlich mit einer feierlichen Präsentation am Mittwoch, dem 8. November 2017. Die Objekte sind noch bis ins neue Jahr in der Auslage des Dom Ateliers im Zwettlerhof zu sehen sein.

Neben diesem Projekt der AHS Kenyongasse zeigt die Ausstellung auch Video-Clips aus dem Projekt "Analoges Schrift-Morphing", welches Schulklassen der AHS Sacre Coeur und des Islamischen Realgymnasiums gemeinsam entwickelt haben.


Link zum erster Bericht des Projekts: "Zwischen sakralem Schrein und Museumsdesign"


(Text: Mag. Götsch, Fotos: Mag. Götsch, Mag. Weissenbacher)



"Der letzte bequeme Platz"

Die "Leopold-Reliquie" mit einem Knochen diente mir als Anregung. Für mein Objekt habe ich Holz, Samt, Filzwolle verwendet. Den Knochen habe ich durch Nadelfilzen geformt, die Schachtel aus Holz und Stoff (Samt) zugeschnitten und verleimt. Für mich bedeutet die Raum-in-Raum-Architektur, dass ein Objekt besser geschützt wird. (Thomas)



"Gargoyl"

Uns haben die Wasserspeier des Stephansdoms angeregt, aber auch ein Charakter eines Videospieles. Wir haben mit dem Material Ytong gearbeitet, das wir mit Specksteinwerkzeugen geschliffen, geformt und genau bearbeitet haben. Der Wasserspeier bedeutet für uns, dass dieser Wasser spuckt, damit er böse Kreaturen oder Dämonen verscheucht. Unser Gargoyl soll den Stephansdom beschützen. (Simon und Danijel)



"Gargoil 2"



"Schokoladengrab"

Die Idee ist uns einfach so eingefallen, es gab keinen richtigen Grund dafür. Unser Objekt ist angelehnt an das Friedrichsgrab nur mit einer Eule. Für unser Objekt haben wir Kochschokolade verwendet und es mittels Gusstechnik hergestellt. Das Schokoladengrab hat nicht so viel mit Raum-in-Raum- Architektur zu tun, jedoch wollten wir noch etwas in den Sarg geben. (Stefan, Andreas, Benno)




"Fensterrossette"




"Hölzernes Fenster"



"Käfiglaterne 1"

Angeregt haben uns die verschiedensten Muster der Kirche und an der Ewigen-Licht-Laterne. Wir haben Holz geschnitten, geschliffen und zusammengesetzt. Die Hülle zum Beispiel wurde mit roten und schwarzen Bändern geflochten und teilweise wurde das Holz auch mit verschiedenen Farben lackiert. Für die „Hölzernen Fenster“ haben wir die Holzrosetten-Kerbschnitzerei angewendet. Das Licht symbolisiert die Hoffnung von eingesperrten/ gefangenen Menschen. (Bernadette, Riha, Si Yu, Emily, Katharina und Nayana)





"Käfiglaterne 2"



"Käfiglaterne 3"





"Keksdom"

Die Reliquienbehälter aus dem Stephansdom haben uns zu unserer Arbeit angeregt. Da unser „Heiligtum“ Essen ist, haben wir beschlossen unser Projekt aus Nahrungsmittel herzustellen. Wir haben für den Rohbau Karton verwendet und diesen dann mit Keksen verkleidet. Für uns bedeutet Raum-in-Raum- Architektur, dass man eine Sache, in unserem Fall den Inhalt des Keksdomes, in einer anderen Sache aufbewahrt. (Anna, Nina und Sahra)



"Die Kirche"

Vor dem Stephansdom steht ein Miniaturmodell vom Dom. Das Spitze Dach hat uns an koptische Kirchen erinnert. Wir haben ein Modell von unserer Wunschkirche gebaut: Wir haben Holz gesägt, bemalt und Ytong zurecht gesägt und geraspelt. Die Bearbeitung des Modells war sehr anstrengend aber auch spannend. (Abanob, Avel, Minas)




"Raum-in-Raum-Tabernakel"

Unsere Anregung war der Tabernakel im Stephansdom. Wir haben unser Objekt aus Holz gefertigt und den Kelch aus Silbergarn gehäkelt. Für uns bedeutet der Tabernakel sehr viel, weil es ein heiliges Objekt ist, wo die Hostien aufbewahrt werden. (Mathias und Martin)