Bildungszentrum Kenyongasse
Schwestern vom göttlichen Erlöser
27.03.2019

Modell UNO Wien – Lernen, wie DiplomatInnen arbeiten

Weltfrieden. Der Weltfrieden war schon seit der Gründung der UNO der Vorsatz, in deren Arbeit wir, Jacob Bauer, Bianca Plattner, Sharmin Shahabuddin und Rudi Stebler, hineinschnuppern durften. Aber nicht, wie man vielleicht annimmt, als ZuschauerInnen im Publikum sondern höchstpersönlich als Delegierte eines der 193 Mitgliedsstaaten der UNO im Business-Look, auf der Bühne der "Modell UNO Wien", die zum Anlass des 10-jährigen Jubiläums die abschließende Generalversammlung in der UNO City organisierte.

Drei Tage schlüpften nun wir Schülerinnen und Schüler in die Rolle der von uns vorher ausgewählten Staaten und schnupperten in die bisher fremde Welt der Diplomatie. Dies erforderte allerdings nicht nur internationales Know-How, sondern auch besondere rhetorische Kompetenzen.

Als UN-BotschafterIn eines Landes in einem der neun Komitees beschäftigten wir uns mit einem Hauptthema. Diese waren:

  • Komitee 1: Bevölkerungswachstum
  • Komitee 2: Nachhaltige Städteplanung
  • Komitee 3: Todesstrafe
  • Komitee 4: Staatlicher Waffenhandel
  • Komitee 5: Arbeitsausbeutung in der Textilindustrie
  • Komitee 6: Freihandelsabkommen
  • Komitee 7: Der Jemen-Konflikt
  • Komitee 8: Bildung für Mädchen und junge Frauen
  • Komitee 9: Klimaflüchtlinge

Die ersten beiden Tage setzten sich aus Verhandlungen innerhalb des Komitees zusammen, um am Vormittag des 2. Tages auf einem Kompromiss zwischen den Staaten in Form einer ausformulierten Resolution zu kommen. Den 3. Tag verbrachten wir zum 10-jährigen Jubiläum der Modell UNO Wien sogar in einem der Konferenzräume in der UNO City. Voller Elan und Engagement wurden hier die Resolutionen vorgestellt und diskutiert, bevor schließlich abgestimmt wurde. Das Fernsehteam des Senders "W24" hat uns am letzten Tag in der UNO begleitet und sogar einige von uns interviewt. (Link zum Youtube-Video)

Durch diese Simulation gelang es uns, nicht nur Erfahrungen zu sammeln, die das internationale Geschehen betreffen, sondern auch unsere rhetorischen Fähigkeiten zu entfalten. Denn wichtig war nicht nur das authentische Vertreten eines Landes, sondern auch das Durchsetzen der eigenen Argumente. Zugleich war aber auch wichtig daran zu denken, eine möglichst breite Zustimmung anderer Staaten zu erreichen.

Auf Einladung des Wiener Bürgermeisters fand zum Abschluss noch ein wunderschönes Abendessen im Wiener Rathauskeller statt, in dessen Rahmen auch die engagiertesten TeilnehmerInnen geehrt und zwei Teilnehmerinnen unserer Schule ausgezeichnet wurden.

(T/F: Sharmin Shahabuddin 7a, Bianca Plattner 7a)