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100 Jahre AHS Kenyongasse Bildungszentrum Kenyongasse - Mater Salvatoris

Ein Jahrhundert, das weiterlebt – 100 Jahre AHS Kenyongasse – ein Fest voller Leben, Geschichte und Zukunft

Es gibt Jubiläen, die man feiert – und es gibt solche, die man spürt. Die 100-Jahr-Feier der AHS Kenyongasse im Bildungszentrum Kenyongasse am 29. April 2026 war genau so ein Moment: kein bloßer Festakt, sondern ein Tag, an dem Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft auf besondere Weise zusammenkamen. Ein Tag des Innehaltens, des gemeinsamen Erinnerns – und zugleich ein kraftvoller Blick nach vorne.

Ein Vormittag in Feierlaune

Schon früh am Morgen lag etwas Besonderes in der Luft. Im Atrium wurden die Schülerinnen und Schüler mit einem musikalischen Begrüßungsständchen empfangen – ein Auftakt, der sofort deutlich machte: Dieser Tag ist anders. Es folgte ein gemeinsames Frühstück für alle, ein bewusst gesetztes Zeichen der Gemeinschaft, bevor sich das Haus in einen lebendigen Erlebnisraum verwandelte.

Der Vormittag stand ganz im Zeichen der Vielfalt. Zahlreiche Stationen luden dazu ein, sich mit Geschichte auseinanderzusetzen und selbst kreativ zu werden. In einer Fotobox mit historischer Kulisse konnten sich die Schülerinnen und Schüler in die Zeit vor 100 Jahren versetzen lassen, während an anderer Stelle Buttons gestaltet oder naturwissenschaftliche Entwicklungen unter dem Motto „Chemie damals und heute“ erforscht wurden. Lernen, Erleben und Gestalten gingen dabei nahtlos ineinander über.

Ein Schulhofkonzert unter freiem Himmel brachte zusätzliche Leichtigkeit in den Tag, bevor ein ganz besonderer Moment folgte: die Präsentation des Kenyon-Songs. Gemeinsam mit der Sängerin, Komponistin und Schülerin der 5b Iris Poulios entstand ein Augenblick, der viele berührte – ein Gänsehautmoment, der zeigte, wie viel Ausdruck und Identität in dieser Schulgemeinschaft steckt.

Der Festakt – Worte mit Gewicht

Der anschließende Festakt verlieh dem Tag eine feierliche Tiefe. Unterschiedliche Perspektiven fanden hier zusammen und machten deutlich, wie vielfältig die Verbindungen zur Schule sind. Sr. Barbara, Provinzoberin, eröffnete als Festrednerin und kündigte mit dem Mutter-Alfons-Maria-Bildungspreis eine Initiative an, die das Erbe der Ordensgründerin aufgreift und zugleich in die Zukunft weiterträgt.
Dr. Michael Hitzschke, Hauptgeschäftsführer der Trägergesellschaft, sprach über die Verantwortung, die mit einem solchen Bildungsort verbunden ist, und über die Qualität, die über Jahrzehnte gewachsen ist.
Hofrat Mag. Werner Bajlicz würdigte seitens der Bildungsdirektion die besondere Stellung der Schule innerhalb der Bildungslandschaft, während Bezirksvorsteher Mag. Markus Reiter den Blick auf die Bedeutung für den 7. Bezirk und das unmittelbare Umfeld richtete.

Was sich durch alle Beiträge zog, war keine bloße Festtagsrhetorik, sondern eine spürbare Überzeugung: Die AHS Kenyongasse steht für Qualität, für gelebte Vielfalt und für eine nachhaltige Wirkung – weit über die Schule hinaus.

Geschichte und Heiterkeit

Mit einem feinen Gespür für Humor griff ein Theaterstück das Thema „Schule damals und heute“ auf und hielt dem Publikum einen charmanten Spiegel vor. Zwischen Lachen und Wiedererkennen wurde deutlich, wie sehr sich Rahmenbedingungen verändern – und wie konstant das bleibt, was Schule im Kern ausmacht.

Den historischen Bogen spannten Direktor Hofrat Mag. Thomas Leszkovich und Mag. Andreas Geiser, die in ihrem Rückblick ein ganzes Jahrhundert lebendig werden ließen – geprägt von Umbrüchen, Herausforderungen und einem unermüdlichen pädagogischen Engagement. Musikalisch wurde der Festakt von Schulband und Chor eindrucksvoll begleitet.

Den Abschluss bildete eine interreligiöse Segensfeier – ein starkes Zeichen für Offenheit, Respekt und den Anspruch, Bildung ganzheitlich zu verstehen.

Auch danach klang der Tag nicht einfach aus – er ging über in Begegnung, Austausch und gemeinsames Feiern. Zahlreiche Glückwünsche aus dem internen wie externen Netzwerk unterstrichen, wie groß und tragfähig die Gemeinschaft ist, die sich über Jahrzehnte entwickelt hat. Bei guten Gesprächen und dem „Kenyon-Burger“ fand der Tag einen stimmigen Abschluss – entspannt, herzlich und getragen von vielen Eindrücken.

Und vielleicht bleibt am Ende genau das: nicht nur die Erinnerung an ein gelungenes Fest, sondern das Gefühl, Teil von etwas Größerem zu sein.

Denn die AHS Kenyongasse ist nicht nur ein Ort mit Geschichte, sondern vor allem ein Ort voller Geschichten – von Menschen, die hier ihren Weg begonnen haben, von Begegnungen, die prägen, und von Erfahrungen, die weit über die Schulzeit hinauswirken. Ein Ort, der weiterlebt – in den Erinnerungen und in der Zukunft.

 

Text: GF Mag. Martin Pfeiffer

Fotos: Mag. Manuela Wustinger

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