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Kreislaufwirtschaft beginnt im Schulalter Bildungszentrum Kenyongasse - Mater Salvatoris

Kreislaufwirtschaft beginnt im Schulalter

„Lässig sammeln statt uncool wegwerfen“ – Bildungsprojekt der EAK und der 48er in der Volksschule und Mittelschule des Bildungszentrums Kenyongasse macht aus Schüler:innen verantwortungsvolle Umweltschutzprofis. Rund 262 Kilogramm / 1021 Stück alte Elektrokleinstgeräte wurden gesammelt und am Mistplatz Heiligenstadt zur fachgerechten Entsorgung und Verwertung übergeben.

Vom 13. bis 15. April 2026 fanden in der VS und MS des Bildungszentrums Kenyongasse Projekttage zum Thema „Richtige Sammlung von Elektroaltgeräten und Altbatterien“ statt. Diese Initiative wurde von der Elektroaltgeräte Koordinierungsstelle Austria GmbH (EAK) in Kooperation mit der MA 48 ins Leben gerufen. Jeweils 6 VS- und MS-Klassen konnten sich drei Tage lang in Workshops sowie Exkursionen zum Mistplatz Heiligenstadt in der Grinzinger Straße über die richtige Sammlung und Verwertung von Elektroaltgeräten (EAG) und Altbatterien/Akkus informieren. Abfallberater:innen der MA 48 standen ihnen dabei als Workshop- und Exkursionsleiter:innen zur Verfügung. Sie benutzten dafür den von der EAK entwickelten Elektroaltgeräte- und Altbatterien-Schulkoffer mit wertvollen Unterrichtsmaterialien zum „Angreifen“.


Umweltpädagogisches Bildungsprojekt

„Als dicht verbauter innerstädtischer Bezirk verfügt Neubau über keinen eigenen Mistplatz. Umso wichtiger ist es uns, Umweltbildung dort zu stärken, wo sie am meisten bewirken kann – im Alltag und in unseren Schulen. Es ist beeindruckend, mit welchem Engagement die Schüler:innen im Bildungszentrum Kenyongasse beim Projekt ‚Lässig sammeln statt uncool wegwerfen‘ mitgemacht haben. Sie zeigen, wie selbstverständlich ein verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen sein kann und tragen dieses Wissen in ihr direktes Umfeld weiter.“, sagte Isabelle Uhl, Bezirksvorsteher-Stellvertreterin Wien Neubau am 15. April 2026 bei der Abschlussveranstaltung. „Ich freue mich, dass so ein interessantes Kreislaufwirtschaftsprojekt nach acht Jahren wieder in der Volksschule und in der Mittelschule des Bildungszentrum Kenyongasse umgesetzt werden konnte“, betonte Martin Pfeiffer, Geschäftsführer des Bildungszentrums Kenyongasse. Er verwies auf die wichtige Rolle der Jugendlichen als „Umweltbotschafter:innen“, die ihr erworbenes Fachwissen über Ressourcenschonung und umweltfreundliches Verhalten an ihre Familien und Freund:innen weitertragen. Christina Schlosser, ÖVP Bezirksobfrau Wien Neubau, zeigte sich begeistert über die Umsetzung des Umweltschulprojekts im Bezirk.
Ingrid Pirgmayer, Leiterin der Abfallberatung und des Callcenters der 48er, bekräftigte die große Bedeutung der richtigen Entsorgung von Elektroaltgeräten: „Unser Ziel ist es, dieAbfall- und Kreislaufwirtschaft in den nächsten Jahren weiter voranzutreiben. Klimaschutz und Ressourcenschonung gehen Hand in Hand. Daher ist wichtig, das Bewusstsein für Mülltrennung schon im Schulalter zu schärfen. Jedes Elektrogerät und jede Batterie enthalten einerseits Wertstoffe, die recycelt werden, aber auch Schadstoffe, die im Restmüll großen Schaden für Mensch und Umwelt anrichten können. Umso wichtiger ist es, dass Elektroaltgeräte und alte Batterien auf den Mistplätzen zur fach- und umweltgerechten Entsorgung und Verwertung abgegeben werden.“


Schulsammlung mit Rekordergebnis

Ein Highlight der Projekttage bildete der speziell für die Schule organisierte Sammelwettbewerb. Schüler:innen, aber auch Pädagog:innen brachten ihre alten Elektrokleinstgeräte und alten Batterien/Akkus mit. Die Schüler:innen konnten die Elektrokleinstgeräte im Rahmen einer Exkursion zum Mistplatz Heiligenstadt persönlich abgegeben.
1021 Stück Elektroaltgeräte mit einem Gesamtgewicht von 262,6 Kilogramm sind im Rahmen des Schulprojekts gesammelt worden. „Damit haben die Schüler:innen einen wichtigen Beitrag geleistet, dass jede Menge Rohstoffe nicht verloren sind, sondern wieder im Produktzyklus weiterverwendet werden können.“, erklärte Elisabeth Giehser, Geschäftsführerin der EAK, und überreichte den drei MS und VS -Siegerklassen des Sammelwettbewerbs einen Scheck über 150, 110 und 90 Euro für das Engagement der umweltbewussten Schüler:innen.


Learning by Doing – der Schulkoffer als anschauliches Unterrichtstool

Die Idee zu diesem Schulprojekt basiert auf der engagierten Arbeit der Abfallberater:innen, die seit vielen Jahren in ganz Österreich Workshops in Schulen durchführen. Seit 2014 setzen sie dafür auch den von der EAK in Zusammenarbeit mit Österreichs Abfallberater:innen entwickelten Elektroaltgeräte- und Altbatterien-Schulkoffer als umweltdidaktisches Instrument ein. „Mit diesem Schulkoffer werden Schüler:innen von 8 bis 19 Jahren die Themen Recycling, Rohstoffknappheit und Auswirkungen auf die Umwelt anschaulich und altersgerecht nähergebracht. Am Beispiel eines zerlegten Smartphones machen die Jugendlichen Bekanntschaft mit den verschiedenen Rohstoffen ihres ständigen Begleiters und lernen, dass nicht mehr verwendete Handys nach wie vor einen enormen Wert haben und deshalb nichts in Schubladen und schon gar nichts im Restmüll verloren haben“, freut sich Giehser über die große Akzeptanz des Schulkoffers.


Mehr nachhaltige Schulstunden

„Die Projekttage waren sehr spannend – wir wünschen uns mehr solcher Schulstunden zum Thema Ressourcenschonung und Abfallverwertung“, resümierte ein Schüler. „Die Schüler:innen haben gelernt, dass es wirklich einfach ist, sich ganz bewusstressourcenschonend und damit umweltgerecht zu verhalten. Jetzt, wo sie so viel darüber erfahren haben, sind sie sich noch mehr bewusst, dass die fachgerechte Entsorgung von Batterien und anderen Geräten, auch wenn diese noch so klein sind – wie z.B. eine elektrische Zahnbürste oder eine Batterie – von großer Bedeutung ist“, ergänzte Roland Ferth, BMLUK.
Umweltbildung kann nicht früh genug anfangen, darüber waren sich alle Beteiligten einig. Umso wichtiger ist es, dass sich der hohe Stellenwert des Themas auch in den Schul-Lehrplänen niederschlägt und mehr Unterrichtsstunden für gezielte Bildungs- und Bewusstseinsarbeit reserviert werden. „Jeder Schüler, jede Schülerin sollte zumindest einmal in der Schulzeit solche Projekttage oder zumindest einen Workshop mit dem Schulkoffer erleben“, resümierte Giehser, selbst Mutter von drei Kindern.

Text: Julia Jamy, Ressortleitung Multimedia bei Elektro.at

Fotos: Susanne Stangl und Manuela Wustinger

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