Gleich daneben wurde es plötzlich ganz still. An unserem beliebten Hirsetisch hatten sich nämlich
geheimnisvolle Gäste versteckt – funkelnde „Edelsteine“, die nur darauf warteten, entdeckt zu werden.
Mit den Händen tief im weichen Getreide vergraben, machten sich die Kinder der Gruppe 4
mit viel Geduld und Fingerspitzengefühl auf Schatzsuche.
Es war beeindruckend zu beobachten, mit welcher Ruhe und Konzentration sie dabei vorgingen, ganz vertieft in ihr Tun.
Pädagogischer Mehrwert:
Schütt- und Suchspiele wie diese sind wahre Alleskönner. Sie fördern die Feinmotorik, schulen die taktile Wahrnehmung
(das bewusste Fühlen) und wirken auf viele Kinder zugleich beruhigend und konzentrationsfördernd.
Und wo mit Hirse experimentiert wird, darf auch mal etwas daneben gehen, ganz bewusst.
Denn auch das gehört zum Lernprozess dazu.
Beim anschließenden gemeinsamen Aufräumen sammelten die Kinder wertvolle Erfahrungen:
Koordination: Wie halte ich Besen und Schaufel gleichzeitig?
Physik zum Anfassen: Wie viel Schwung brauche ich, damit die feinen Körner auf der Schaufel landen?
Gemeinschaft: Zusammen geht alles leichter – und es macht stolz, den Raum wieder ordentlich zu hinterlassen.
So wird aus jedem kleinen Missgeschick eine große Lernchance.
Text und Fotos: Anna-Lena Handler
