Das alles ist MINT
Der MINT-Schwerpunkt ist seit mehreren Jahren ein tragendes Element des Schulprofils der Volksschule Kenyongasse und organisatorisch wie pädagogisch verbindlich verankert.
Kernstück ist die fixe wöchentliche MINT-Stunde ab der 1. Schulstufe, die im Stundenplan aller Klassen ausgewiesen ist und nicht nur projekt- oder anlassbezogen, sondern dauerhaft geführt wird.
Diese MINT-Stunde findet im schuleigenen MINT-Labor statt und wird in Kleingruppen durchgeführt. Dadurch können Experimente, Versuche und forschende Lernsettings altersgerecht und sicher umgesetzt werden. Die Verantwortung liegt bei einer eigens dafür eingesetzten Lehrperson - MINT-Expertin, die eng mit den KlassenlehrerInnen zusammenarbeitet.
Das MINT-Labor ist gezielt ausgestattet und ermöglicht vielfältige Zugänge zu naturwissenschaftlich-technischem Lernen. Zur Ausstattung zählen unter anderem Forscherboxen aus den Bereichen Technik und Naturwissenschaft, iPads in Klassenstärke, BeeBots, EduBotics, Lernwerkstätten, sowie Mikroskope. Die iPads werden regelmäßig im Unterricht eingesetzt, wodurch der kompetente Umgang mit digitalen Medien frühzeitig erlernt wird.
Im Schulprogramm ist festgehalten, dass forschendes Lernen, entdeckendes Arbeiten, digitale Grundbildung sowie Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen im Unterricht berücksichtigt werden.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Lehrausgängen, Wettbewerben, externen Fachinputs und Fortbildungen im MINT-Bereich. Ergänzend werden externe Fachpersonen, WissenschaftlerInnen und ForscherInnen regelmäßig in den Unterricht eingebunden, und es bestehen Kooperationen mit Universitäten und Forschungseinrichtungen. Um insbesondere Mädchen für Technik und Informatik zu begeistern, nimmt die Schule regelmäßig an Formaten wie der Mint Girls Challenge sowie dem Robomaniac Girls Mint Power Programmierkurs teil.
Als Teil des Bildungszentrums Mater Salvatoris wird MINT standortübergreifend gedacht und umgesetzt. MINT-Themen werden vom Kindergarten über die Volksschule bis zur AHS des Bildungszentrums kontinuierlich aufgegriffen. Das MINT-Gütesiegel ist damit durchgängig entlang der gesamten Bildungslaufbahn der SchülerInnen verankert.
Der MINT-Schwerpunkt ist weiterhin eines der zentralen Schulentwicklungsziele im Rahmen des Qualitätsmanagements (QMS) und bildet einen wesentlichen Schwerpunkt der laufenden Schul- und Unterrichtsentwicklung.
Der MINT-Schwerpunkt wurde zudem mit dem Schulqualitätsmanager der Bildungsdirektion sowie mit dem Schulerhalter als bleibender Schulschwerpunkt abgestimmt. Der Schulerhalter unterstützt diesen Schwerpunkt weiterhin durch räumliche Verbesserungen und die laufende Anschaffung von Materialien, um eine qualitativ hochwertige Umsetzung sicherzustellen.
Besondere Aktivitäten wie:
- die Mint Girls Challenge
- Workshops mit externen ExpertInnen
- Museumsbesuche
- oder die Teilnahme an Wettbewerben
werden sichtbar gemacht und stärken die Außenwahrnehmung der Schule als MINT-Standort
Im internen Schulentwicklungsprozess hat das MINT-Gütesiegel zu einer klaren gemeinsamen Orientierung beigetragen. Der MINT-Schwerpunkt wird im Kollegium nicht als einzelnes Projekt, sondern als verbindlicher Bestandteil des Unterrichts und der Schulentwicklung verstanden. Die mit dem Gütesiegel verbundenen MINT-Projekte und -Formate haben die Verbindlichkeit in der Umsetzung, den fachlichen Austausch im Kollegium sowie die Bereitschaft zur kontinuierlichen Weiterentwicklung gestärkt.
Auch aus Sicht der SchülerInnen sind die Erfahrungen mit dem MINT-Schwerpunkt sehr positiv. Die Kinder zeigen großes Interesse und Freude an den MINT-Themen, arbeiten mit hoher Motivation in den MINT-Stunden und bringen Neugier gegenüber naturwissenschaftlich-technischen Fragestellungen mit. Durch die regelmäßige Auseinandersetzung mit MINT-Inhalten entwickeln sie erste Vorstellungen von MINT-Berufen und zeigen Offenheit und großes Interesse gegenüber weiterführenden Bildungswegen in diesem Bereich.
Die mit dem MINT-Gütesiegel verbundenen Projekte tragen darüber hinaus zur erhöhten Sichtbarkeit des Schulprofils bei und stärken die Identifikation der gesamten Schulgemeinschaft mit dem Schwerpunkt.
Das MINT-Gütesiegel wird an der Volksschule Kenyongasse als laufender Arbeitsauftrag verstanden. Es dient als Orientierung für die schulische Qualitätsarbeit und als Impuls, bewährte Strukturen zu sichern, regelmäßig zu reflektieren und gezielt weiterzuentwickeln.
Die digitalen Kompetenzen werden kontinuierlich aufgebaut, regelmäßig angewendet und in unterschiedlichen Unterrichtssituationen reflektiert. Ziel ist es, den SchülerInnen einen kompetenten, kritischen, verantwortungsvollen und sicheren Umgang mit digitalen Medien zu ermöglichen und digitale Werkzeuge sinnvoll in Lernprozesse zu integrieren.
Die Volksschule Kenyongasse setzt im MINT-Bereich gezielt genderreflexive und inklusive Maßnahmen, um Zugangshürden abzubauen und allen Kindern positive, stärkende Erfahrungen im MINT-Unterricht zu ermöglichen.
Wir achten auf:
- Bewusste heterogene Gruppenzusammensetzung in den MINT-Stunden, insbesondere in Kleingruppen, sodass Mädchen und Buben gleichermaßen angesprochen, eingebunden und gefördert werden
- Reflexion von Rollenbildern, Gender- und Diversitätsthemen im Rahmen des wöchentlichen Klassenrats, bei dem stereotype Zuschreibungen thematisiert, hinterfragt und gemeinsam mit den Kindern reflektiert werden
- Sprachsensibler Unterricht in allen Fächern, der nicht auf den MINT-Unterricht beschränkt ist, sondern als grundlegendes pädagogisches Prinzip im gesamten Schulalltag gelebt wird
- Gezielte Mädchenangebote im MINT-Bereich, insbesondere die jährliche Teilnahme an der Mint Girls Challenge sowie an Formaten wie Robomaniac Girls Mint Power, um Mädchen frühzeitig für Technik, Informatik und naturwissenschaftliche Themen zu begeistern und ihr Selbstvertrauen zu stärken
Niederschwellige MINT-Angebote für alle Schüler:innen, unabhängig vom familiären Hintergrund:
- Alle MINT-Aktivitäten (Workshops, Projekte, ForscherInnenbesuche, Wettbewerbe, Lehrausgänge) sind in den regulären Unterricht integriert, wodurch alle SchülerInnen – unabhängig von ihrem familiären Bildungs- oder finanziellen Hintergrund – gleichberechtigt teilnehmen können.
- Stärkung der Gender- und Diversitätskompetenz im Kollegium durch schulinterne Fortbildungen, u. a. im Rahmen des SCHILF-Seminars „Gemeinsam stark werden“ (Frühjahr 2023)
Ziel dieser Maßnahmen ist es, allen SchülerInnen – unabhängig von Geschlecht, Interessen oder sozialem Hintergrund – einen gleichberechtigten Zugang zu MINT-Themen zu ermöglichen, stereotype Rollenbilder aufzubrechen und langfristig Interesse an MINT-Bildungswegen und -Berufen zu fördern.
In den letzten drei Jahren wurden an der Volksschule Kenyongasse außerschulische Lernorte systematisch in die MINT-Unterrichtsgestaltung eingebunden, um Lerninhalte zu vertiefen, praxisnah zu vermitteln und MINT-Berufe sowie Ausbildungswege sichtbar zu machen.
Regelmäßig finden Lehrausgänge zu außerschulischen Lernorten statt, u. a.:
- Naturhistorisches Museum Wien
-Technisches Museum Wien
-Technische Universität Wien
- A1 Digital Campus
- ZOOM Kindermuseum
Darüber hinaus bestehen langjährige Kooperationen am Standort:
- Besuche in der AHS des Bildungszentrums (Schwerpunkte Chemie und Physik)
- Einblicke in die Mittelschule (u. a. iPad-Arbeit und digitale Lernformen)
Im Rahmen des jährlich kontinuierlich durchgeführten Young Science Day sowie durch geplante Besuche von WissenschaftlerInnen und ForscherInnen werden die SchülerInnen direkt mit wissenschaftlicher Praxis in Kontakt gebracht. Dabei erhalten sie altersgerechte Einblicke in aktuelle Forschungsfragen, Arbeitsweisen von Wissenschaftler:innen sowie in MINT-Berufe und -Ausbildungswege.
Zusätzlich werden thematische Workshops in Zusammenarbeit mit Universitäten und wissenschaftlichen Einrichtungen umgesetzt, insbesondere mit:
- der Technischen Universität Wien (u. a. Institut für Mathematik)
- der Universität Wien
- der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (z. B. Schnittstellen von Technik, Akustik und Wissenschaft)
Ergänzend dazu besuchen einzelne Klassen Wald-Workshops mit Mag. Peters-Wendt, bei denen naturwissenschaftliche Themen wie Ökosysteme, Biodiversität, Klima, Boden und nachhaltiger Umgang mit natürlichen Ressourcen praxisnah im Naturraum Wald erarbeitet werden. Diese Angebote vertiefen MINT-Inhalte im Bereich der Umwelt- und Naturwissenschaften und erweitern das Lernen außerhalb des Klassenraums um erfahrungsbasierte Zugänge.
Diese Kooperationen ermöglichen eine aktive Vernetzung mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen und tragen dazu bei, MINT-Themen über den Klassenraum hinaus erlebbar zu machen. Durch die kontinuierliche Zusammenarbeit werden Bildungswege sichtbar und das Interesse der SchülerInnen an weiterführenden MINT-Angeboten nachhaltig gestärkt.
In den letzten drei Jahren wurde der Bereich der MINT-LehrerInnenprofessionalisierung an der Volksschule Kenyongasse gezielt weiterentwickelt und strukturell verankert.
Der fachliche Austausch zu MINT-Themen ist fixer Bestandteil von pädagogischen Konferenzen und schulischen Besprechungen. Dort werden Erfahrungen aus dem Unterricht, neue Materialien, digitale Tools sowie externe Angebote vorgestellt und gemeinsam reflektiert. Ergänzend dazu findet ein regelmäßiger fachlicher Austausch zwischen der MINT-Lehrerin, den KlassenlehrerInnen und der Schulleitung sowie im gesamten Lehrerkollegium statt, der die gemeinsame Planung, Umsetzung und Weiterentwicklung von MINT-Inhalten unterstützt.
Fotos/Text: Mirna Wagner
Auf diesem Weg bedanken wir uns bei unserer sehr geschätzen Kollegin Mirna Wagner und wünschen Ihre alles Gute für den Mutterschutz, die Geburt ihres Kindes und die gemeinsame Zeit danach ... wir freuen uns sehr auf ein Wiedersehen!
